Allgemeines

Stirnholz (auch Kernholz oder Hirnholz genannt)

nennt man die Querschnittsfläche, die entsteht, wenn man einen Holzstamm quer zur Länge (also quer zur Faser) durchschneidet, so dass die Jahresringe als Kreise zu sehen sind. Da die Kapillare des Holzes durchschnitten sind, können bei Strnholz beispielsweise die von Elbholz zum Oberflächenschutz verwendeten Öle leichter eindringen als beim Längsholz.
Echtes Kernholz enthält überwiegend farbige, meist phenolische Inhaltsstoffe, die die Zellwände imprägnieren und in der Regel die Dauerhaftigkeit des Holzes erhöhen.
Elbholz verwendet Stirnholz unter anderem für seine Schneid- und Hackbretter, da die senkrecht stehenden Holzfasern beim Schneiden leicht auseinander- und danach wieder zusammengehen. Dadurch ist die Brettoberfläche haltbarer als bei längsverleimten Brettern.

Walnussöl

Elbholz verwendet zum Oberflächenschutz seiner Schneidebretter ausschließlich Walnussöl. Walnussöl ist ein hochwertiges Öl aus reifen, teilweise auch gerösteten Samen von Walnüssen. Es ist von blasser bis hellgelber Farbe, relativ dünnflüssig und zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an ungesätigten Fettsäuren aus. Walnussöl wirkt keimtötend.
Für die Behandlung von Holzoberflächen ist eine sehr glatte Holzoberfläche, wie sie bei unseren Massivholzbrettern gegeben ist, vor der ersten Applikation wichtig. Insgesamt werden drei Schichten Öl aufgetragen. Nach 24 Stunden ist der Ölfilm jeweils ausgehärtet.Die Behandlung führt allerdings nicht zu einem dauerhaften Schutz des Holzes. Sie trägt sich mit der Zeit ab und muss dann wiederholt werden. Aufgrund der langen Trockenzeit und der periodisch zu wiederholenden Applikation wird die Behandlung mit Walnussöl meist nur für Holzflächen benutzt, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, wie Küchenarbeitsplatten, Schneide- Frühstücks- oder Servierbretter, insbesondere aber auch für unbehandeltes Holzspielzeug.
Empfehlenswert ist eine regelmäßige Pflege mit Walnussöl, für das problemlos Walnuss-Speiseöl aus dem Handel genutzt werden kann. Einfach mit dem Lappen auftragen, einziehen lassen und danach das überschüssige Öl abwischen.

Kleine Holzkunde

Eiche

Eichen sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Buchengewächse, die Gattung umfasst etwa 400 bis 600 Arten.
Arten gibt es in Nordamerika, Mexiko, auf den Karibischen Inseln, in Zentralamerika, in Südamerika nur in Kolumbien, in Eurasien und in Nordafrika.
In Deutschland sind die Eichen mit einem Anteil von neun Prozent des Bestandes im Flach- und Hügelland nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung.
Eichenholz ist wertvolles Hartholz und wird für Tischplatten, Böden und Furniere verwendet. Wir von Elbholz schätzen Eiche als Stirnholz wegen seiner feingliedrigen Maserung und seiner Härte, die unseren Servierbrettern, aber auch Stövchen oder Holzblöcken zugute kommt. Das Holz diente historisch vor allem dem Haus- und Schiffbau, denn Eichenholz hat, ebenso wie Robinie, eine hohe Verrottungsbeständigkeit.

 

Esche

Eschen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Ölbaumgewächse und sind meist laubabwerfende, selten immergrüne Bäume oder selten Sträucher. Sie besitzen ein schweres, ringporiges Holz, das sich durch eine hohe Festigkeit und Elastizität auszeichnet.
Eschenholz wird massiv oder als Furnier im Innenausbau und zur Möbelherstellung verwendet. Spezialanwendungen sind Werkzeugstiele und Sportgeräte (Schlitten, Baseballschläger oder Snooker-Queues). Früher wurden aus Eschenholz auch Bögen, Teile für die Wagnerei und Maste, Bäume und Pinnen für den Bootsbau hergestellt. Außerdem wird es als Klangholz im Musikinstrumentenbau, beispielsweise für Solidbody-Gitarren und Schlagzeugkessel verwendet. Elbholz verwendet für seine Küchenbretter gern als farbigen Kontrast zu dunklen Hölzern.

 

Fichte

Die Fichten sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse. Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Gemeine Fichte. Fichten sind immergrüne und einstämmige Bäume, die in der Regel Wuchshöhen von 20 bis 60 Meter, in Ausnahmefällen über 80 Meter erreichen.
Fichten zählen auf der Nordhalbkugel zu den wichtigsten forstwirtschaftlich genutzten Baumarten. Nur in Resten werden noch Naturwälder genutzt, meist sind es bewirtschaftete oder künstlich geschaffene Reinbestände. Ihr Holz wird vor allem zur Papier- und Zellstoffherstellung und als Bau- und Möbelholz für den Innenbereich verwendet. Zugleich ist es das wichtigste Holz für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie Sperrholz, Leimholz, Span- und Faserplatten.

 

Kiefer

Die Kiefern, Föhren oder Forlen bilden eine Pflanzengattung von Nadelholzgewächsen in der Familie der Kieferngewächse. Die meisten Kiefern-Arten wachsen als Bäume, einige auch als Sträucher. Kiefern sind immergrüne Lichtbaumarten und duften aromatisch. Kiefern erreichen Wuchshöhen bis über 50 m und ein Alter von bis zu 1000 Jahren.
Kiefern sind vor allem auf der Nordhalbkugel heimisch. Die Verbreitungsschwerpunkte sind kühl-feuchte Klimabereiche. Es werden aber von vielen Arten auch subtropische und tropische Bereiche besiedelt.
Kiefernholz gehört neben dem Fichtenholz zu den wichtigsten Nadelhölzern. Ausschlaggebend sind hier wie auch bei den anderen Arten der gerade Wuchs, das rasche Wachstum, die geringen Ansprüche an den Standort und die gute Verwendbarkeit des Holzes.
Sein Splint ist weiß und am Licht vergilbend, bei jüngeren Bäumen nimmt er oft den größeren Teil des Stammvolumens ein. Das Kernholz ist deutlich abgesetzt, gelblich bis rötlichbraun und dunkelt am Licht stark nach.
Verwendet wird es vor allem als Bau- und Möbelholz im Innenbereich, dazu werden beispielsweise auch Masten, Pfosten, Pfähle aus Kiefernholz gefertigt.

 

Mahagoni

Mahagonigewächse auch Zedrachgewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Seifenbaumartigen und kommen vorwiegend als Bäume und Sträucher, aber auch als krautige Pflanzen vor. Zu den wichtigsten Vertretern gehören die Nutzhölzer Amerikanisches Mahagoni, Westindisches Mahagoni, Westindische Zedrele und Andiroba.
Der Handel mit amerikanischem Mahagoni ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen beschränkt. Die Einfuhr bedarf der Genehmigung durch das Bundesamt für Naturschutz.
Auch Sipo-Mahagoni, Kosipo, Sapeli und Tiama sind bekannte Nutzholzarten.
Sipo Mahagoni gehört wegen seines ansprechenden Aussehens, der guten technischen Eigenschaften und der großen Abmessungen zu den wichtigsten Nutzhölzern der Welt und kommt hauptsächlich in Afrika vor. Sein Splint ist 5 bis 10 cm breit, hell rosagrau und teils nach innen rötlich nachdunkelnd. Das Kernholz ist rosabraun bis rotbraun; die volle Nachdunkelung erfolgt nach der Trocknung, bei dunklem Kernholz bis violettbraun.
Mahagoni wird für Fenster, Türen, Wand- und Dekkenbekleidungen aus Profilholz, Treppen, Parkett, Klein- und Sitzmöbel oder auch im Kunstgewerbe und Spielzeugbau verwendet.

 

Nussbaum

Die Echte Walnuss (Juglans regia) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Sie wird in der Umgangssprache meist verkürzt als Walnuss oder Walnussbaum bezeichnet, gelegentlich auch als Baumnuss.
Der Walnussbaum wird 15 bis 25 Meter, in dichteren Baumbeständen auch bis 30 Meter hoch. Sein Höhenwachstum endet mit ca. 60 bis 80 Jahren, er kann ein Alter von 150 bis 160 Jahren erreichen.
Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist. Das typische Kernholz besitzt einen grauweißen bis rötlichweißen Splint und einen dunkelfarbigen Kern. Dieser ist farblich sehr variabel und kann grau bis dunkelbraun sein. Im Handel wird zwischen den Herkunftsländern unterschieden.

 

Olivenbaum,

auch Echter Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der Ölbäume, die zur Familie der Ölbaumgewächse gehört. Er wird seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert.
Er wächst als reich verzweigter, immergrüner Baum oder Strauch und erreicht (je nach Sorte) Wuchshöhen von 10 bis zu 20 Meter. Da der Olivenbaum viel Zeit zum Wachsen benötigt, kann er mehrere hundert Jahre alt werden. Das durch das lange Wachstum sehr dichte Holz ist gegenüber schnell wachsenden Holzsorten deutlich schwerer.

 

Oregon Pine

oder auch Douglasie gehört schon seit einem Jahrhundert zu den am stärksten genutzten Holzarten der USA und kommt an der Westküste Nordamerika von British.-Kolumbien bis Kalifornien vor, wird aber wegen der in Nordamerika beobachteten guten Wuchs- und Holzeigenschaften seit vielen Jahrzehnten in Ländern mit ähnlichen Wachstumsbedingungen angebaut. Die Oregon Pine zählt zu den höchsten Bäumen der Erde.
Sein Splint ist um 3 bis 6 cm breit und weiß bis gelblichgrau, das Kernholz hellgelblichbraun bis rotbraun, am Licht deutlich nachdunkelnd. Es zählt zu den härteren Nadelhölzern und besitzt dementsprechend gute Festigkeitseigenschaften. Das Holz wird hauptsächlich im Rahmen-, Türen- und Fensterbau, für Treppen, Schwingfußböden, Decksplanken, Leitern, Rolladenstäbe, Bottiche, Pergolen und für Gewächshäuser verwendet, in flächenbildender und die Holzstruktur betonender Form für Wandverkleidungen, Fassadenelemente oder auch Dachüberstände.

 

Pflaume

Die Pflaume oder Kultur-Pflaume ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse. Sie ist ein oft sparrig wachsender Strauch oder Baum, der Wuchshöhen von bis 6 (selten bis 10) Meter erreicht.
Das Holz des Pflaumenbaumes ist hart, dicht und spröde. Es ist sehr schwer zu trocknen, schwindet stark und reißt sehr leicht. Die Farbe des Kernholzes schwankt streifig von rosa über braun nach Violett. Der Splint ist gelblich. Das Kernholz ist gut zu drechseln und zu polieren. Das Holz des Pflaumenbaumes wird hauptsächlich für Holzblasinstrumente, Bogenbau, Fasshähne Messerhefte und für Kopien historischer Musikinstrumente verwendet.

 

Pinie

Die Pinie, auch Italienische Steinkiefer, Mittelmeer-Kiefer oder Schirm-Kiefer genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Kiefern aus der Familie der Kieferngewächse gehört. Sie kommt im nördlichen Mittelmeerraum vor und wird zwischen 200 und 250 Jahre alt.
Die Pinie wächst als Baum, der Wuchshöhen von 25 bis 30 Metern und Brusthöhendurchmesser von bis zu 1,9 Meter erreichen kann.
Das schwere und harzreiche Holz besteht aus einem weißlichen bis rosafarbenen Splint, der einen gelbroten Kern umschließt, das vor allem als Bau- und Möbelholz und zur Herstellung von Masten verwendet wird.

 

Teak

Der Teakbaum ist ein Laubbaum aus der Familie der Lippenblütler. Heimisch ist er in den laubwerfenden Monsunwäldern Süd- und Südostasiens. Der Teakbaum liefert ein sehr wertvolles Holz und zählt zu den wichtigsten Exporthölzern des asiatischen Raumes.
Der Teakbaum ist ein hochwüchsiger Baum, der meist Wuchshöhen von 25 bis 35 Meter, selten über 40 Meter erreicht.
Sein Splint ist weißlich bis hellgrau, bei jungen Bäumen meist sehr breit, das Kernholz saftfrisch grünlich gelb, beim Trocknen hell lederbraun oder braun nachdunkelnd.
Teakholz lässt sich gut verarbeiten und trocknet ohne Reißen und Werfen. Durch seine natürlichen Öle bleibt die Oberfläche auch ohne Nachbehandlung ansehnlich und wetterfest. Allerdings erschwert der Kautschukgehalt das Verleimen.
Teak ist aufgrund des außergewöhnlich guten Stehvermögens und der hohen Resistenz gegen Pilzbefall besonders geeignet für den Schiffsbau (vor allem für Decks und Aufbauten), im Garten- und Landschaftsbau für Gartenmöbel, Parkbänke und ähnliche Objekte. Kleinere Zuschnitte eignen sich für kunstgewerbliche Gegenstände, Schnitzereien, Haushaltsartikel, und anderes.

 

White Wood

Das Amerikanische Whitewood ist Magnolien nahe verwandt und kommt in den Östliche Vereinigte Staaten, außer im äußersten Nord- und Südosten vor. Hauptvorkommen finden sich in Carolina, Georgia und Virginia. In Deutschland ist White Wood als Parkbaum häufig kultiviert.
In der Farbe und Struktur schwankt sein fast weiße Splint in der Breite nach Standort und Alter zwischen 4 cm und 15 cm. Das allgemein als Kern bezeichnete, sich aber ohne echte Verkernung bildende farbige innere Holz, ist grundsätzlich von einer hell grünlichgelben Farbe.
Amerikanisches Whitewood ist ein „mäßig leichtes Holz“ mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften. Als Vollholz eignet es sich für besonders glatte und saubere Leisten, Bekleidungen, Rahmen und Profile sowie für Gehäuse und Kästen und für Möbelteile; außerdem für flächige Teile von Musikinstrumenten.

 

Zypresse

Zypressen sind immergrüne Bäume oder strauchförmig schnell wachsende verholzende Pflanzen. Die Wuchsformen der Zypressen-Arten und -Kulturformen variieren. Zypressen-Arten findet man in allen warmen Klimazonen der nördlichen Hemisphäre, so im Westen Nordamerikas sowie Zentralamerika, im nordwestlichen Afrika, dem Nahen Osten, im Himalaja, im südlichem China sowie dem nördlichen Vietnam.
Das Holz der Zypresse ist hart, dichtfasrig, von feiner rötlicher Farbe und sehr haltbar. Während der Antike wurde es für Pfosten, Dachsparren, Balken und für die Konstruktion von Weinpressen, Tischen und Musikinstrumenten verwendet und war in dieser Hinsicht so wertvoll, dass eine Zypressenplantage als zureichende Mitgift für eine Tochter galt.